fbpx

Auswirkungen der Coronakrise auf die Filzmanufaktur in Nepal

Die Coronakrise hält die ganze Welt in Atem, für viele Menschen um den ganzen Globus heisst es Einschränkungen zu machen. Auch für uns in der Schweiz. Weihnachtsmärkte werden abgesagt und die Einkaufsläden mit welchen wir zusammenarbeiten beklagen grosse Umsatzeinbussen. Für uns eine sehr schwierige Situation. Einerseits möchten wir natürlich Aufträge nach Nepal geben um ihnen so Arbeit zu ermöglichen, anderseits sind unsere Absatzkanäle weitgehendst aufs Internet beschränkt worden.

Wir bleiben dran und es geht weiter!

Trotzdem beschliessen wir bereits im Juni, dass wir eine Bestellung tätigen werden. Bis die Lieferung allerdings bei uns in der Schweiz eintrifft, werden Monate verstreichen. Der Lockdown in Nepal hat sich bis in den Sommer hineingezogen und es gab teilweise rigorose Ausgangsperren.

Endlich war die Lieferung vor einem Monat fertig, doch dann gestaltete es sich als enorm schwierig diese per Flugzeug zu versenden. Nur alle paar Tage verlässt ein Frachtflieger Kathmandu und die Kapazität ist heiss begehrt. Aber gut Ding will Weile haben, endlich sind die neuen Filzsachen bei uns eingetroffen. Für uns fühlt es sich an, als wäre Weihnachten und Geburstag zusammen. Ungeduldig reissen wir die Kisten auf. Die Fingerpuppen die uns entgegenschauen sind wahnsinnig lustig und herzig geworden. Ich verliebe mich direkt in das kleine Schweinchen, es erinnert mich an die “Gutenachtgeschichte” vom Fernseher, Olivia. Andreas ist hingerissen vom kleinen Dackel mit seinem treuen Hundeblick. Schnell ist ein Name gefunden: „Fridolin“ passt.

In der nepalesischen Kultur gibt es kein „Nein“. Man kann nachfragen soviel man will, ob alles in Ordnung sei? Eine andere Antwort als „JA“ hört man nicht. Hört man aber tatsächlich ein „NEIN“, dann weiss man, jetzt ist es wirklich ernst.

Madhav, der Geschäftsführer der Filzmanufaktur bittet uns dann auch ziemlich direkt um Hilfe. Seit 6 Monaten hat er keinen anderen Auftrag erhalten und viele der Abnehmer sind mit den Zahlungen in Rückstand geraten oder sind untergetaucht. 75 Frauen drohen den Job zu verlieren. Gemeinsam haben wir nun einen Plan ausgearbeitet um einerseits mehr Arbeit zu generieren (es werden bereits Osterhasen gefilzt ;-)) andererseits aber auch mit direkter Geldhilfe.

Nun hoffen wir, wie wohl alle, dass sich bald alles wieder normalisiert und wir schon bald wieder an den Weihnachtsmärkten verkaufen können.

Wollen Sie Nepal unterstützen? Dann erzählen Sie allen von unserem tollen Onlineshop! Danke im Namen des ganzen Teams in Nepal und der Schweiz.

Scroll to Top