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Kaschmirproduktion

Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen sind wichtiger den je. Und dafür setzen wir uns jeden Tag aufs Neue ein. Mit unseren Geschäftspartnern vor Ort haben wir Menschen gefunden, welchen unsere Standards ebenso wichtig sind wie uns. Nur wenn jeder, vom Bauern über den Weber bis hin zum Händler von der Wertschöpfungskette profitiert, nur dann kann ein einzigartiges Produkt mit Geschichte und Liebe entstehen.

Wir kennen das Land und die Menschen in Nepal bestens, darum helfen wir dort, wo wir es für sinnvoll erachten und nicht nur dort wo die Medien und die grossen Hilfswerke präsent sind. Hilfe da wo sie ankommt und von uns direkt umgesetzt wird.

Neben unseren Hilfsprojekten möchten wir natürlich vor allem auch unseren Mitarbeitern etwas zurück geben. Diese Faktoren sind bei uns wichtig:

  • Alle Mitarbeiter, egal ob Weber, Verkäufer in Nepal oder Färber, müssen mindestens 20% mehr als den Mindestlohn in Nepal erhalten.
  • Wir bestellen mehrmals im Jahr, damit die Mitarbeiter längerfristige Arbeitsverträge erhalten
  • Wir haben einen Sozialfonds eingerichtet, welcher in besonderen Katastrophen wie beispielsweise dem verherenden Erdbeben 2015, die Menschen vor Ort mit Geld unterstützt.
  • Wir möchten den Nepalis eine Zukunft im eigenen Land bieten und setzen alles daran, dass wir möglichst viele junge Nepali davon abbringen können, als Gastarbeiter in die Arabischen Emirate zu reisen.
  • Mindestens 2 mal pro Jahr reise ich persönlich nach Nepal und verbringe mehrere Tage in der Manufaktur.

Wie wird Kaschmir gewonnen und verarbeitet?

Bereits seit 1000 Jahren vor Christus wird aus Cashmere Wolle Kleidung hergestellt. Dies verhalf den Asiaten vorallem im Mittelalter zu grossem Reichtum. Danach siedelten sich in Europa Fabriken an und der grösste Teil der Stoffe wurde maschinell verarbeitet.

Im Himalaya fühlt man sich manchmal etwas in das Mittelalter zurückversetzt, jeder einzelne Prozess wird noch von Hand erledigt. Dies schont zum einen die Tiere, anderseits können viel mehr Menschen von der Handelskette profitieren. Doch beginnen wir beim Ziegenhirt; unsere Kaschmirwolle beziehen wir grösstenteils aus der Mongolei, dort besitzen Ziegenbauern relativ überschaubare und kleine Herden, ebenfalls halten viele Dorfbewohner in den Bergregionen als Haustiere und Milchlieferanten eine Kaschmirziege, da diese den widrigen Temperaturen gerne trotzen. Sobald das Thermometer im Frühling wieder etwas über die positiven Grade klettert, werden die Ziegen ausgekämmt. Dies ist eine sehr schonende Gewinnung der Wolle im Gegensatz zur bekannten Schur. Diese Prozedur dauert jedoch viel länger und ist so für die Industrieländer nicht mehr zahlbar. Bei der Kämmung werden aber im Gegensatz zur Schur der Crimp sowie die Länge der Fasern nicht beeinträchtigt und der Cashmere ist noch wertvoller. Danach werden die Fasern sortiert, was meist Frauenarbeit ist, da sie das geschulte Auge dafür haben.

Danach kommt die Wolle nach Kathmandu in die Spinnerei. Dort wird sie zu feinsten Zwirnen versponnen.

Die Zwirne kommen in die Weberei, wo sie zuerst auf kleinere Spulen aufgewickelt werden. Dies geschieht für die Verhältnisse bereits schon fast maschinell: auf einem umfunktionierten Velorad wird der Faden von der grossen Spule auf die kleine aufgezogen. Danach werden die 4200 Kettfäden einzeln in den Rahmen gespannt. Auch am Webstuhl passiert alles manuell. Mit klavierartigen Pedalen werden im richtigen Moment die richtigen Fäden angehoben und so entstehen wunderschöne Muster. Das Schiffli wird rhytmisch durch die Kettfäden geschossen.

Nach dem Webprozess werden alle Schals von Hand kontrolliert und einzeln eingefärbt. Der Dämpfvorgang gibt dem Schal den letzten Schliff, bevor er die weite Reise in die Schweiz antritt.

Filz Manufaktur 

Durch unsere häufigen Nepalreisen konnten wir wunderschöne Freundschaften im Land knüpfen. Eine davon ist zu Madhav, ihn lernten wir während eines Spaziergangs durch die Altstadt kennen. Er ist ein Mann mit grossen Visionen und Träumen. Bereits mit knapp zwanzig wollte er die Frauen aus Nepal in die Arbeitwelt integrieren. Er gründete eine Filz Manufaktur und stellte seine Schwester als Designer ein. Seine lustigen und herzigen Filzartikel fanden enorm hohen Anklang und er musste seine Fabrik laufend vergrössern. Mittlerweile ist er bereits seit 5 Jahren im Geschäft und kann sich kaum mehr vor Aufträgen retten. Sein wichtigster Punkt aber bleibt die Philosophie, jungen Müttern einen Arbeitsplatz zu bieten wo sie trotz kleinen Kindern fair beschäftigt werden. Bereits letztes Jahr konnte er mit unseren Inputs und Ideen die erste Kindertagestätte in der Manufaktur einrichten.

Jacquard Produktion

 Ein Kunstwerk der Textilgeschichte, Präzision und Wissen vereint in einem traumhaften Schal aus reinstem Kaschmir. Für diese Schals werden nur natürliche gewachsene Kaschmirhaarfarben verwendet, aus diesem Grund macht es sie nicht nur in der Weberei zu einem der aufwändigsten Produkte, sondern auch die Bezugsquellen sind sehr klein und rar. Denn nur die feinsten, längsten und somit kostbarsten Fäden eignen sich für die Jacquard Muster. 4200 Fäden müssen mit der Lochkarte verknüpft werden, dies alles ist reine Handarbeit und erfordert ein immenses Wissen und Feingefühl. Für diese Technik braucht es ein extremes Können, welches leider immer mehr in Vergessenheit gerät. Unsere Manufaktur in Nepal gehört zu den ganz wenigen Weltweit, welche dies noch beherrscht. Von diesen traumhaften Schals werden nur noch wenige pro Jahr hergestellt. Gemeinsam mit der Manufaktur suchen wir ständig nach Lösungen, um diese fantastische Tradition erhalten zu können.

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